Beim Baggern nichts Neues?

Präsident der WSD Nord Dr. Witte verharmlost die Unterhaltungsbaggermengen

Über Unterhaltungsbaggerungen braucht man sich keine Sorgen machen, wenn man den Aussagen von Dr. Witte, Präsident der WSD Nord, im Interview der Niederelbe-Zeitung am 10. Nov. 2012 folgen mag. Der Frage nach den Kosten weicht er einfach aus, inedem er sie für "nicht aussagekräftig" erklärt. Die Baggermengen sind nach seiner Aussageseit den 1980er Jahren im Wesentlichen "auf einem gleichbleibend stabilen Niveau von 12 bis 15 Miollionen Kubikmeter" jährlich.

Die Daten von HPA und WSD ergeben dagegen einen klaren Zusammenhang zwischen Baggermengen und Elbvertiefungen. Wittes Versuch, der Natur die Schuld in die Schuhe zu schieben, weil beispielsweise die Medemrinne zum Klotzenloch durchgebrochen ist, geht fehl. Baggern ist grundsätzlich nichts Natürliches, und die Grafik spricht für sich.

Eine Antwort auf die klare Frage im Interview, wieviel die Unterhaltungsbaggerung in den vergangenen zehn Jahren gekostet hat, blieb Dr. Witte schuldig. Wenn man von 100 Millionen jährlich ausgeht, wäre es etwa 1 Milliarde Euro. Ganz soviel war es nicht. Aber es geht in diese Richtung, und es wird nicht billiger, wie Witte zutreffend erkennen ließ.

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