Verstrahlte japanische Schiffe bald in Hamburg?

Hafenpolitik ratlos in der Sackgasse

Ab Mitte April werden verstrahlte Schiffe aus Japan erwartet. Die Hafenwirtschaft steht vor einem Dilemma und ist ratlos.

Jahrtausende war der Grundsatz richtig, die Schiffe weit ins Land und direkt in die Stadt zu holen. Nur so konnte die Konkurrenz ausgeschaltet werden und die eigene Wirtschaft profitieren. An diese uralte Regel klammert man sich in Hamburg sklavisch bis heute. Aber gilt sie tatsächlich noch unter den völlig veränderten heutigen Rahmenbedingungen?

Das hochautomatisierte und zudem subventionierte Umladen selbst bringt nur wenige Arbeitsplätze. Handel und Logistikbranche agieren in Zeiten moderner Kommunikation von jedem beliebigen Ort aus und sind nicht mehr auf die Nähe zur Kaimauerkante angewiesen. Die heute üblichen Schiffe bergen andererseits völlig neue Risikodimensionen. Schwimmenden Zeitbomben mit einer immensen Ballung verschiedenster Schadstoffe und Sondermüllantrieb setzen ungereinigte  Schwerölabgase über 100 km bis direkt in die Stadt hinein frei. Doch das konnte bisher alles noch so weit vertuscht werden, dass sich die breite Öffentlichkeit das gefallen ließ.

Verstrahlte Schiffe aber auf der Elbe bis mitten in die Metropole sind den Menschen nicht mehr zu vermitteln und werden ganz sicher nicht toleriert werden. Der weltweit einzigartige Hamburger Weg erweist sich als Sackgasse und wird gar zum Bumerang. Lesen Sie mehr dazu in den T-Online Nachrichten.

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